Subsidiärhaftung und Kurzarbeit

Im Rahmen der Corona-Maßnahmen durch die Bundesregierung wurde allen Unternehmen die Möglichkeit mit formlosen Anträgen gegeben, eine Stundung für die monatlichen Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer bis zum 30.06.2020 in Anspruch zu nehmen. Dies ist in der Arbeitnehmerüberlassung von hoher Bedeutung: Denn hier gilt das Prinzip der Subsidiärhaftung – aber was ist das eigentlich?

Die Subsidiärhaftung ist eine Sicherheitsmaßnahme des Gesetzgebers an den Arbeitnehmer, die im SGB IV geregelt ist. Der „entliehene“ Arbeitnehmer hat seinen Arbeitsvertrag mit einem Personaldienstleisterunternehmen abgeschlossen. Sollte der Personaldienstleister nun durch wirtschaftliche Schwierigkeiten in Insolvenz geraten, haftet der Entleiher - also Sie als Kunde -  für die nicht abgeführten Sozialversicherungsbeiträge sowie die nicht abgeführte Lohnsteuer der bei Ihnen eingesetzten Mitarbeiter. Diese sind immer bezogen auf die zugehörigen tatsächlichen Einsatzzeiträume der Mitarbeiter. Die sogenannte Subsidiärhaftung besteht schon immer und wird klassischer Weise in wirtschaftlich guten Zeiten durch eine sorgfältige Auswahl an Personaldienstleistungsunternehmen, gepaart mit der regelmäßigen Prüfung der Zahlungsfähigkeit durch die Vorlage von Unbedenklichkeitsbescheinungen, abgesichert.

Die Regierung hat im Rahmen der Soforthilfe zur Kompensation wirtschaftlicher Einbußen durch den Corona-Lockdown den Unternehmen die Möglichkeit eingeräumt, Sozialversicherungsbeiträge mit einem formlosen Antrag zu stunden.  Durch diese oftmals den Kundenunternehmen nicht bekanntgemachte Stundung erhöht sich bei einer eventuell nachfolgend eintretenden Insolvenz des Personaldienstleisters die mögliche Haftungssumme der Kundenunternehmen.

 

Kurzarbeit, Subsidärhaftung – Wie geht die REHBACH GmbH damit um?

Wir möchten Ihnen als Kundenunternehmen ein Maximum an Sicherheit in unserer Zusammenarbeit bieten: Wir versichern Ihnen hiermit, dass wir diese mögliche Stundung der monatlichen Sozialversicherungsbeiträge und der Lohnsteuer NICHT in Anspruch nehmen werden! Die jeweils im April und Mai fälligen (stundbaren) Beträge wurden von uns vollumfänglich an das Finanzamt und die Sozialversicherungsträger überwiesen. Die Übereinstimmung der zu zahlenden Summen mit den tatsächlich von uns geleisteten Beträgen wird Ihnen von unserem Steuerberater schriftlich bestätigt.

Wir hoffen, dass wir damit Ihnen die Transparenz gewährleisten, die in diesen Zeiten notwendig ist, um weiterhin von einer guten sowie vertrauensvollen Zusammenarbeit profitieren zu können. Bei Fragen können Sie sich wie immer, bei Ihrem Ansprechpartner in der Niederlassung melden.

Matthias Rehbach – Geschäftsführung